Ausbildung

  • 27. Juli 2026

    „Nur was sich löst, kann sich versammeln.“ Kaum ein Satz hat die klassische Reitkunst so geprägt wie dieser Leitsatz von Gustav Steinbrecht. Bis heute gilt er als Fundament einer pferdegerechten Dressurausbildung und fasst in wenigen Worten zusammen, worauf wahre Versammlung beruht: Sie ist kein künstlich erzeugter Zustand, sondern das Ergebnis einer systematischen Gymnastizierung. In [...]

  • 18. Juli 2026

    Romantik der Bewegung, Härte der Arbeit: In der klassischen Reitkunst ist eine Lektion besonders widersprüchlich—und genau deshalb begehrt. Terre à terre („Boden zum Boden“) bezeichnet eine hochversammelte Ausbildungsstufe, bei der sich das Pferd in einer Art Galopp ohne Schwebephase vorwärtsbewegt. Dabei zeigt sich ein charakteristisches Bild: Die Hinterhand beugt sich extrem und trägt die Hauptlast, [...]

  • 12. Juli 2026

    Von der Stallarbeit zur Aufgabe fürs Wissen Das Einreiten junger Pferde war nie nur eine technische Routine. Schon in den Überlieferungen der Reitmeister zeigt sich: Hinter den ersten Lektionen steckt ein Zusammenspiel aus Menschenkenntnis, Auswahlkompetenz und Verantwortung. Denn Fehler in der Anfangsphase können sich später rächen — für das Pferd ebenso wie für den Menschen. [...]

  • 17. Juni 2026

    Der Kappzaum ist ein wichtiges Werkzeug in der Reitkunst, dessen Wurzeln in der Renaissance und dem Barock verortet werden. Seine Idee ist klar: das Pferd sanft zu arbeiten, die Führung über den Kopf zu ermöglichen und so die Verbindung zum Pferd zu verbessern. Trotzdem bekommt der Kappzaum immer wieder ein falsches Bild verpasst. Kaum [...]

  • 7. Januar 2026

     Die Kunst der Hinterhand als Wegweiser in der Reitkunst der alten Meister In der Welt der klassischen Reitkunst gilt die Schulparade als zentrale Übung, deren Zweck weit über reine Gehorsamkeit hinausgeht. Sie ist eine Aufforderung an das Pferd, die Hinterhand vermehrt zu beugen und damit eine gezielte Balance zwischen Hinter- und Vorderhand herzustellen. Die Übung [...]

  • 4. November 2025

    Das Sehvermögen von Pferden unterscheidet sich grundlegend von dem der Menschen, was erhebliche Konsequenzen für das Training und den Umgang mit diesen Tieren hat. Oft wird diese Tatsache ignoriert, obwohl sie entscheidend für das Verständnis des Verhaltens und der Reaktionen von Pferden ist. Anatomie und Sehschärfe Pferde haben eine spezielle Augenanatomie, die es ihnen ermöglicht, [...]

  • 15. Oktober 2025

    Im Folgenden findest du zentrale Grundlagen der Piaffe-Entwicklung: Takt, Anlehnung, Losgelassenheit, Schwung, Geraderichtung und Versammlung. Diese Bausteine erklären, wie Tempo, Kontakt und Muskulatur harmonisch zusammenwirken, um eine ausdrucksvolle, sichere Piaffe zu ermöglichen. Jeder Aspekt baut auf dem vorherigen auf und betont die Bedeutung einer korrekten Haltung, Aufbau der Rückenmuskulatur und einer behutsamen, schrittweisen Gymnastisierung. [...]

  • 8. Oktober 2025

    Um einem Pferd das Piaffieren beizubringen, bedarf es neben der Erfahrung des Reiters sehr viel Gefühl im Umgang mit dem Pferd und im Erkennen der dressurmäßigen Zusammenhänge. Es hat sich dabei als sinnvoll bewährt, dem Pferd zunächst das Piaffieren an der Hand ohne Reitergewicht beizubringen. An der Spanischen Hofreitschule in Wien werden die Pferde [...]

  • 26. September 2025

    Stellung und Biegung sind Grundelemente der Pferdeausbildung. Sie gehören zusammen: Man kann ein Pferd stellen, aber nur durch richtige Biegung sinnvoll und taktrein arbeiten. Der Text erläutert, wie Stellung und Biegung physiologisch funktionieren und wie sie korrekt geritten werden. Stellung – wie sie aussieht und wie sie umgesetzt wird Der Kopf und Hals [...]

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