
Parascaris-Befall dominieren vor allem bei jungen Pferden / Foto: Octavia Castilla auf Pixabay
Parasiten bei Pferden
10. Februar 2026
Alter und Bestandsdichte bestimmen das Strongylidenrisiko vor allem bei jungen Tieren.
Eine aktuelle Studie aus der Slowakei beleuchtet die Verbreitung gastrointestinaler Parasiten bei Pferden und richtet sich damit direkt an Pferdehalter, die sich um die Gesundheit ihrer Tiere kümmern möchten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten 392 Kotproben von Pferden aus 24 privaten Farmen im Osten des Landes und nutzten bewährte labordiagnostische Methoden, um starke Nematoden (Strongyliden) und Parascaris spp. aufzuspüren. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Strongyliden gehören zu den häufigsten Parasiten in der untersuchten Population, bei 65,6 Prozent der Pferde wurden Eier nachgewiesen, wobei die Parasitenlast stark variierte. Parascaris spp. traten bei rund 4,5 Prozent der Pferde auf, Anoplocephala spp. (Bandwürmer) in einer sehr geringen Minderheit.
Diese Befunde bestätigen, dass parasitäre Infektionen auch heute noch eine Relevanz in der Pferdehaltung besitzen und dass regelmäßige Parasitenüberwachung unerlässlich bleibt, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden und die Leistungsfähigkeit der Tiere zu erhalten.
Für die Praxis bedeutet das vor allem, dass Alter und Management eine wichtige Rolle spielen. Jüngere Pferde zeigen eine höhere Empfänglichkeit gegenüber Parascaris, während das Alter insgesamt den Verlauf von Strongyliden-Infektionen stärker bestimmt. Zusätzlich beeinflusst die Besatzdichte auf einer Weide oder in der Haltung das Risiko für Strongylideninfektionen: Je enger die Tiere zusammenstehen, desto größer ist tendenziell die Infektionswahrscheinlichkeit. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass eine individuelle Herangehensweise bei der Entwurmung sinnvoll ist und dass regelmäßige Kotuntersuchungen als Frühwarnsystem dienen sollten, um Infektionsstände zeitnah zu erfassen und gezielt zu intervenieren.
Was bedeutet das konkret für Ihre Pferdehaltung?
Behalten Sie vor allem jüngere Tiere im Blick, da sie besonders von Parascaris betroffen sein können. Reduzieren Sie die Dichte auf Weiden und Stallungen und verbessern Sie Hygienemaßnahmen. Planen Sie regelmäßige Kotuntersuchungen bei Ihrem Tierarzt oder Parasitenbekämpfungsberater ein, um Infektionsniveaus zu überwachen und die Behandlungen gezielt anzupassen. Dokumentieren Sie Beobachtungen wie Leistungsabfall, Verdauungsprobleme oder veränderte Futteraufnahme, damit Sie frühzeitig fachliche Beratung einholen können. Die Studie betont zudem die Bedeutung einer bedarfsgerechten Bekämpfungsstrategie, die auch Resistenzentwicklung berücksichtigt, weshalb eine einseitige oder zu häufige Gabe von Anthelmintika langfristig problematisch sein kann. Arbeiten Sie deshalb eng mit Ihrem Tierarzt zusammen, um eine auf Ihre Betriebsstruktur zugeschnittene Vorgehensweise zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden Ihrer Pferde in den Mittelpunkt stellt.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Ergebnisse der ostslowakischen Untersuchung relevante Impulse für Pferdehalter in ähnlichen Betrieben geben:
Durch altersgerechte Beobachtung, angepasste Weidehygiene und regelmäßige Überwachung lassen sich Parasitenbelastung und damit verbundene Gesundheitsprobleme besser kontrollieren.
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