Borna-Virus, Pferd und Mensch können sich infizieren; Mädchen mit Pferd

Sowohl Menschen als auch Pferde können sich mit dem Borna-Virus infizieren; eine Weitergabe des Virus auf andere Tiere oder Menschen ist jedoch nicht möglich. / Beispielbild Pixabay

Borna-Virus in Bayern: Mehrere Fälle bei Menschen und Tieren sorgen für Besorgnis

28. Juni 2025

In Bayern, genauer gesagt im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, ist ein Mann nach einer Infektion mit dem Borna-Virus verstorben. Zudem wurde im Landkreis Mühlhof am Inn ein Pferd Opfer dieser gefährlichen Erkrankung. Diese Ereignisse haben die Aufmerksamkeit auf das Virus erneut erhöht. Fachleute raten zwar zur Vorsicht, sehen aber keinen Grund zur Beunruhigung.

Aktuelle Entwicklungen in Bayern

Im März wurde vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bestätigt, dass im Landkreis Mühlhof am Inn ein Pferd mit dem Borna-Virus infiziert war. Das Tier verstarb kurz nach der Diagnose. Bereits im Februar war bei einem Pferd in Ebersberg eine Infektion festgestellt worden, die ebenfalls zum Tod führte. Derzeit wird in Straußdorf bei Grafing ein weiterer möglicher Fall geprüft, nachdem erste Tests positiv ausgefallen waren. Alle infizierten Tiere mussten aus Sicherheitsgründen eingeschläfert werden, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.

Menschliche Infektionen und ihre Bedeutung

Besonders alarmierend sind die jüngsten Fälle beim Menschen: In Pfaffenhofen an der Ilm wurden zwei Männer mit dem Virus infiziert. Einer von ihnen ist kürzlich an den Folgen gestorben, während der andere noch um sein Leben kämpft. Das zuständige Landratsamt untersucht derzeit intensiv, wie es zu den Infektionen kam und ob zwischen den Fällen Zusammenhänge bestehen.

Maßnahmen und Reaktionen der Behörden

Am 5. Juni organisierte das Bayerische Landesamt für Gesundheit eine Informationsveranstaltung, um die Bevölkerung über das Virus aufzuklären und Fragen zu beantworten. Die gleichzeitigen Fälle bei Menschen sowie die Infektionen bei mehreren Tieren deuten darauf hin, dass das Borna-Virus möglicherweise in Bayern zunehmend verbreitet ist.

Was bedeutet das für die Bevölkerung?

Obwohl menschliche Ansteckungen äußerst selten vorkommen – seit 1996 wurden in Deutschland nur 57 Fälle registriert – verlaufen sie meist schwerwiegend und können tödlich enden. Das Virus gilt daher als „sehr selten, aber dennoch ernstzunehmend“, so ein Vertreter des Landkreises.

Die aktuellen Ereignisse zeigen, dass das Borna-Virus weiterhin eine Gefahr für Mensch und Tier darstellt. Während die Zahl der bekannten Fälle bislang gering bleibt, unterstreichen die Vorfälle die Notwendigkeit wachsam zu sein und Maßnahmen zum Schutz zu ergreifen. Fachleute empfehlen eine erhöhte Aufmerksamkeit und informieren regelmäßig über neue Erkenntnisse.

 

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„Du triffst nicht auf ein Pferd zufällig. Es ist das Schicksal, das dich zu ihm führt.“

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