
Vier Japanische Zelkoven beleben die Stallburg der Spanischen Hofreitschule: Schattenspendend, klimaresistent und harmonisch in historisches Umfeld integriert – für Tierwohl und Nachhaltigkeit. / Foto: Clemens Schmiedbauer
Begrünung der Stallburg: Tradition trifft Nachhaltigkeit
11. Februar 2026
In der ehrwürdigen Umgebung der Spanischen Hofreitschule entsteht ein grünes Highlight: Vier Japanische Zelkoven (Zelkova serrata) wurden in der Stallburg gepflanzt. Dieses Projekt geht weit über eine ästhetische Auffrischung hinaus und verbindet Tierwohl, Umweltbewusstsein und historischen Denkmalschutz.
Initiiert von Dr. Sophia Sommerauer, Tierärztliche Leitung der Hofreitschule, und umgesetzt mit Unterstützung von Landschaftsarchitektin Anna Detzlhofer (DnD Landschaftsplanung ZT GmbH) sowie Gartengestalter Ing. Herbert Eichhorn (Eichhorn Gartenkultur GmbH), wurden die Pflanzgruben in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt und der MA19 eingerichtet. Ein archäologisches Team begleitete die Arbeiten, um die historischen Strukturen der Stallburg zu schützen.
„Tradition braucht manchmal frische Luft“, lautet das Motto der Initiative. Denn die Stallburg ist nicht nur ein historischer Ort der Lipizzanerzucht, sondern auch Lebensraum, dessen Bedingungen aktiv an moderne Umweltanforderungen angepasst werden.
Tierwohl durch grüne Technologie
Die Wahl fiel bewusst auf die Japanische Zelkove. Die robuste Baumart ist klimaresistent, schattenspendend und verträgt auch urbane Belastungen. Studien zeigen, dass Bäume in Gebäudeeinbauten und historischen Mauern das Mikroklima verbessern, Temperaturen senken, Luftfeuchtigkeit regulieren und Feinstaub filtern. Für die Pferde der Stallburg bedeutet dies: kühlere, angenehmere Sommermonate, bessere Luftqualität und eine gesteigerte Lebensqualität.
„Tierwohl steht bei uns an oberster Stelle“, betont Dr. Sommerauer. „Die Bäume ergänzen die bereits initiierte Klimatisierung der Stallboxen und tragen aktiv dazu bei, dass sich unsere Lipizzaner auch bei steigenden Temperaturen wohlfühlen.“
Tradition verpflichtet – auch zu Innovation
Die vier Zelkoven wurden mit Rücksicht auf archäologische Fundamente und historische Strukturen gepflanzt. Das Projekt zeigt, wie Nachhaltigkeit, Denkmalschutz und Tierhaltung harmonisch zusammengeführt werden können.
„Nachhaltigkeit ist keine Alternative zur Tradition, sondern ihre zeitgemäße Fortsetzung“, erklärt Maria Patek, interimistische Geschäftsführung der Spanischen Hofreitschule. „Wer auf Jahrhunderte blickt, muss auch Jahrhunderte vorausdenken.“
Die Stallburg ist nur ein Beispiel für die konsequente Umsetzung von Umweltbewusstsein und Tierwohl. Auch das Lipizzanergestüt Piber gilt als Paradebeispiel gelebter Nachhaltigkeit, in dem Landwirtschaft, Tierpflege und Umweltschutz in einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft zusammenkommen.
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