
Pippi Langstrumpf und ihr berühmtes Pferd „Kleiner Onkel“ – ein gepunktetes Pferd, das weltweit zum Symbol für den Knabstrupper wurde. In den frühen Pippi-Filmen wurde dafür allerdings ein weißer Schimmel mit aufgesprühten Punkten eingesetzt. / Foto: Wikipedia
Pippi Langstrumpfs Pferd: War der „Kleine Onkel“ wirklich ein Knabstrupper?
31. August 2026
Ein weißes Pferd mit schwarzen Punkten, das auf einer Veranda steht und von einem starken Mädchen hochgehoben wird – wer kennt ihn nicht? Pippi Langstrumpfs „Kleinen Onkel“. Doch hinter dem berühmten Pferd steckt eine überraschende Geschichte.
Ein Pferd mit ganz besonderen Punkten
Pippi Langstrumpf wäre ohne ihr Pferd kaum vorstellbar. Gemeinsam mit ihrem Äffchen Herrn Nilsson gehört der „Kleine Onkel“ zu ihren treuesten Freunden.
Das Pferd ist weiß und hat überall schwarze Punkte. Genau deshalb denken viele sofort an einen Knabstrupper. Diese Pferderasse aus Dänemark ist für ihre auffällige Tigerscheckung bekannt.
Doch jetzt kommt die Überraschung: In den Pippi-Filmen war der „Kleine Onkel“ zunächst gar kein echter Knabstrupper!
Schwarz angemalt statt gepunktet
Das Pferd, das in den berühmten schwedischen Filmen den „Kleinen Onkel“ spielte, hieß Bunting. Er war ein ganz weißer Schimmel. Damit er wie Pippis gepunktetes Pferd aussah, wurden ihm schwarze Punkte auf das Fell gesprüht. (Astrid Lindgren)
Das klingt heute ziemlich lustig: Ein weißes Pferd bekommt einfach ein paar schwarze Punkte – fertig ist der „Knabstrupper“.
In späteren Verfilmungen wurden dann tatsächlich gepunktete Pferde eingesetzt.
Der echte Knabstrupper
Der Knabstrupper kommt aus Dänemark. Seinen Namen verdankt er dem Gut Knabstrup, wo die Zucht dieser besonderen Pferde im 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle spielte.
Sein auffälligstes Merkmal ist die Tigerscheckung. Manche Knabstrupper sehen fast aus wie ein Pferd mit Dalmatiner-Muster. Andere haben weniger Punkte oder ganz andere Farbverteilungen.
Aber ein Knabstrupper ist viel mehr als nur ein gepunktetes Pferd. Die Rasse ist bekannt für ihre Vielseitigkeit, Lernfähigkeit und ihre auffällige Erscheinung. Besonders der klassische, barocke Typ passt hervorragend zur historischen Reitkunst. (hofreitschule.de)
Und wie heißt er eigentlich?
Noch eine kleine Überraschung: In den Pippi-Büchern von Astrid Lindgren hat das Pferd ursprünglich gar keinen Namen. Dort wird es einfach „das Pferd“ genannt.
Den Namen „Kleiner Onkel“ bekam es erst für die Filme. Die Schauspielerin Inger Nilsson, die Pippi spielte, soll den Namen spontan verwendet haben. Das Filmteam fand ihn passend – und seitdem kennt die ganze Welt das Pferd als „Kleinen Onkel“. (Astrid Lindgren)
🐴 Wusstest du schon?
Der Knabstrupper ist eine dänische Pferderasse. Seine berühmten Punkte sind keine aufgemalte Dekoration, sondern werden durch bestimmte Gene vererbt.
Und genau deshalb braucht Pippi eigentlich gar keinen Zauber: Ein echter Knabstrupper sieht schon von Natur aus aus wie ein Pferd aus einer Geschichte!
Für Pferdefans ist der „Kleine Onkel“ deshalb ein besonderer Star: Er hat dafür gesorgt, dass Millionen Kinder auf der ganzen Welt die gepunkteten Knabstrupper kennenlernten.
Teile den Beitrag!
Hat Dir der Artikel gefallen?
Dann bedanke Dich bei uns mit einer Tasse Kaffee!
Deine Spende, egal wie hoch, hilft das Du das Magazin weiterhin kostenlos lesen kannst!





