
Barockpferde zeichnen sich durch Eleganz, Muskulatur und Aufrichtung aus und sind besonders für klassische Reitkunst, Dressur und Paraden geeignet. / Foto: iStock
Top 8 Barockpferderassen
15. Februar 2026
Barockpferde zeichnen sich durch ihre elegante, hoch aufgerichtete Haltung, kräftige Muskulatur, hohe Beweglichkeit und ausdrucksstarke Bewegungen aus. Der Ursprung liegt bei den Berberpferden Nordafrikas, die vor etwa 4.000 Jahren für den Nahkampf gezüchtet wurden. Mit der maurischen Eroberung Spaniens ab 711 gelangten diese Pferde nach Europa und beeinflussten die Zucht der Iberischen Halbinsel und Südeuropas.
Hier sind die acht bis heute erhaltenen Barockpferderassen:
1. Andalusier / PRE (Pura Raza Española)
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Herkunft: Spanien
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Charakter & Merkmale: Elegant, kräftig, ausdrucksstark, hohe Aufrichtung, vielseitig
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Einsatz: Klassische Reitkunst, Dressur, Parade, Working Equitation
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Besonderheit: Typische Iberische Linie, stark beeinflusst von Berberpferden, Symbol für spanische Reitkunst

2. Lusitano
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Herkunft: Portugal
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Charakter & Merkmale: Stark im Rücken, wendig, harmonisch gebaut
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Einsatz: Dressur, Working Equitation, traditionelle Pferdeshows
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Besonderheit: Portugiesische Variante des Andalusiers, oft für anspruchsvolle Dressurarbeit verwendet

3. Neapolitaner
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Herkunft: Süditalien
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Charakter & Merkmale: Kräftig, opulentes Gebäude, elegante Bewegungen
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Einsatz: Historisch Kavallerie, höfische Shows, Paraden
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Besonderheit: Ursprüngliche Zucht stark reduziert, moderne Linien existieren noch

Zeichnung von van Diepenbeeck, ca. 1650: Nobilissimo Coursier Nappolitain
4. Lipizzaner
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Herkunft: Kaiserliches Hofgestüt Lipizza (heute Slowenien)
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Charakter & Merkmale: Leicht, ausdrucksstark, lernwillig, sehr beweglich
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Einsatz: Klassische Reitkunst, Piaffe, Passage, Levade – Spanische Hofreitschule Wien
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Besonderheit: Bekannt für weiße Schimmel, eleganter Auftritt, jahrhundertealte Zuchttradition

5. Frederiksborger
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Herkunft: Dänemark
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Charakter & Merkmale: Muskulös, aufgerichtet, vielseitig, ruhiger Charakter
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Einsatz: Reitpferd, Parade, Dressur
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Besonderheit: Grundlage für den Knabstrupper, königliche Zuchttradition

6. Knabstrupper
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Herkunft: Dänemark
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Charakter & Merkmale: Markante Tiger- oder Scheckenmuster, freundlich, zuverlässig
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Einsatz: Reitpferd, Dressur, Showpferd, Familienpferd
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Besonderheit: Farbvielfalt aus Frederiksborger-Zucht, sehr beliebt im Freizeitbereich

7. Kladruber
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Herkunft: Tschechien (Nähe Kladruby)
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Charakter & Merkmale: Hoch aufgerichtet, langes Kopfprofil, oft Schimmel, majestätisch
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Einsatz: Zeremonial- und Paradepferde, Wagenrennen
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Besonderheit: Historisches kaiserliches Hofpferd, heute selten, besonders im Zeremoniellen
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uropäischen Toplisten enthalten

Der Kladruber hat sich in unterschiedlicher Ausprägung sein barockes Profil bewahrt. Ebenso wird die einst enge Verbindung zwischen Lipizzanern und Kladrubern noch deutlich in den Hengststämmen und Stutenlinien. Dies ist ein Nachkomme der in Kladrub begründeten Hengstlinie Favory, die auch zu den klassischen Hengstlinien des Lipizzaners zählt. / Foto: Barbara Schulte
8. Marwari (Indischer Barocktyp)
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Herkunft: Indien
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Charakter & Merkmale: Markante nach innen gebogene Ohren, ausdauernd, anpassungsfähig
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Einsatz: Traditionelle Reitkunst, Parade, leichte Arbeit
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Besonderheit: Historisch als Kriegspferd gezüchtet, gilt als exotischer Barocktyp, nicht immer in europäischen Toplisten enthalten

Ein schönes Beispiel für das Marwari-Pferd. Dieser Hengst „Humayun“ gehört Herrn Virendra Kankariya aus Ahmedabad / INDIEN / Foto: Virendra.kankariya
Fotos: 1 + 2: Rebecca / 3: Zeichnung von van Diepenbeeck, ca. 1650 / 4: iStock / 5: Wikipedia / 6: Melyni at English Wikipedia / 7: Barbara Schulte / 8: Virendra.kankariya
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