
Mehr als nur Gras: Was freilebende Pferde wirklich fressen
3. Februar 2026
Pferde gelten oft als klassische Grasfresser. Doch eine brandneue Studie aus den USA zeigt: Pferde sind deutlich vielseitiger, als viele von uns denken – vor allem, wenn sie frei leben dürfen.
Überraschende Erkenntnisse aus der Natur
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben freilebende Pferdeherden in mehreren US-Bundesstaaten untersucht. Dabei wollten sie wissen: Was landet tatsächlich im Pferdemagen?
Statt stundenlanger Beobachtungen nutzten sie eine moderne Methode – sie analysierten Kotproben genetisch. So ließ sich genau bestimmen, welche Pflanzen gefressen wurden.
Das Ergebnis überrascht:
➡️ Gras macht zwar einen großen Teil aus, aber längst nicht alles.
Je nach Jahreszeit und Region fraßen die Pferde auch viele Kräuter, Blütenpflanzen und sogar Sträucher. Teilweise machten diese „Nicht-Gräser“ bis zur Hälfte der Nahrung aus.
Pferde sind echte Anpassungskünstler
Im Sommer griffen die Tiere verstärkt zu blühenden Pflanzen, im Winter zu robusteren Gewächsen. Das zeigt: Pferde können ihre Ernährung flexibel anpassen, um auch bei knapper Futterlage gut versorgt zu bleiben.
Für die Forschenden ist klar:
👉 Diese Vielfalt hilft den Pferden, Nährstoffe besser aufzunehmen und gesund zu bleiben – ganz ohne Kraftfutter oder Ergänzungen.
Was heißt das für uns Freizeitreiter*innen?
Auch wenn unsere Pferde nicht wild leben, lassen sich aus der Studie spannende Schlüsse ziehen:
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Pferde sind von Natur aus keine reinen „Grasmaschinen“
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Abwechslung im Futter kann sinnvoll sein – etwa durch:
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kräuterreiche Weiden
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strukturreiches Heu
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gezielt eingesetzte Kräuter (nach Beratung!)
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Langeweile auf der Weide oder im Paddock kann auch mit naturnaher Beschäftigung zusammenhängen
Natürlich ersetzt das keine individuelle Futterberatung – aber es zeigt, wie wichtig Vielfalt und Struktur für Pferde sind.
Auch fürs Pferdewohl relevant
Die Studie könnte langfristig Einfluss darauf haben, wie Weiden gestaltet oder Pferdehaltungen geplant werden. Denn je naturnäher das Futterangebot, desto mehr kommt es dem ursprünglichen Verhalten der Tiere entgegen.
Fazit
Pferde sind viel flexibler, neugieriger und anpassungsfähiger, als wir ihnen oft zutrauen. Ein Blick in die Natur zeigt: Vielfalt tut gut – auch im Futternapf.
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