
Vorwürfe der Tierquälerei: Bereiter aus NRW soll Pferde misshandelt haben
2. April 2025
Ehemalige Kolleginnen eines Bereiters aus Nordrhein-Westfalen erheben schwere Vorwürfe gegen ihn. Sie beschuldigen ihn, über Jahre hinweg Pferde misshandelt zu haben. Zu den Vorwürfen gehören das Zusammenbinden von Kopf und Schweif der Tiere sowie das Training in dunklen Hallen. Zudem soll er Pferden mit Schnürsenkeln die Zunge am Halfter hochgebunden haben. Die Berichte deuten darauf hin, dass die Pferde nach intensiven Trainingseinheiten an der Doppellonge verängstigt und schweißnass waren. Ehemalige Mitarbeiterinnen dokumentierten die Misshandlungen heimlich und wandten sich schließlich an den Stallbetreiber, der jedoch zunächst nicht reagierte. Der Bereiter wurde letztendlich im Jahr 2023 entlassen. Der Fall ist seit April 2024 bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) bekannt, doch die Reaktionen der Verbände sind schleppend. Derzeit läuft die tiefergehende Recherche durch die Disziplinarkommission des Pferdesportverbands Westfalen. Währenddessen fühlen sich die Betroffenen von den Verantwortlichen im Stich gelassen. Die FN kann zwar Ordnungsmaßnahmen im Turniersport ergreifen, hat jedoch keine Befugnis, bei Misshandlungen außerhalb des Wettkampfs einzugreifen. Die Situation wirft Fragen zur Verantwortung im Reitsport auf.
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