Neue Behandlung für Pferde mit Cushing-Syndrom: Cabergolin als vielversprechende Alternative zu Pergolid

18. Mai 2024

Das Equine Cushing-Syndrom, auch bekannt als Hypophysen-Pars-Intermedia-Dysfunktion (PPID), ist eine neurodegenerative Erkrankung, die bei geriatrischen Pferden häufig auftritt und zu einer Überproduktion von Peptiden wie dem adrenocorticotropen Hormon (ACTH) führt. Klinische Symptome von PPID umfassen Hypertrichose, Hufrehe, Polyurie, Polydipsie, Lethargie, Muskelschwund und verzögerte Wundheilung.

Die herkömmliche Behandlung von PPID beinhaltet die Verwendung von dopaminergen Agonisten wie Pergolid, um die Peptidsekretion aus dem Pars intermedia zu reduzieren. Allerdings kann die tägliche orale Verabreichung von Pergolid bei einigen Pferden zu Problemen mit der Compliance führen. In diesem Zusammenhang wurde Cabergolin als vielversprechende Alternative untersucht.

Cabergolin ist ein dopaminerger Agonist mit einem ähnlichen Wirkmechanismus wie Pergolid, jedoch in Form einer intramuskulären Injektion mit verlängerter Freisetzung erhältlich. Frühere Studien haben gezeigt, dass Cabergolin eine hemmende Wirkung auf Melanotrophe und Laktotrophe in der Hypophyse des Pferdes hat und somit eine effektive Behandlungsoption für PPID darstellen könnte.

Eine kürzlich durchgeführte Studie untersuchte das klinische und endokrinologische Ansprechen auf zwei Dosisraten einer intramuskulären Cabergolin-Injektion mit verlängerter Freisetzung über einen Zeitraum von 12 Monaten. Die Ergebnisse zeigten vielversprechende Effekte auf die Hormonkonzentrationen und das klinische Befinden der behandelten Pferde.

Cabergolin könnte somit eine wirksame Alternative zu Pergolid bei der Behandlung von Pferden mit Cushing-Syndrom darstellen. Weitere Forschung ist erforderlich, um die langfristige Wirksamkeit und Sicherheit dieses neuen Medikaments zu bestätigen und seine Rolle in der Veterinärmedizin zu etablieren.

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